Retropie mit Amiga-Emulator und Competition Pro Joystick

Neulich bin ich auf dem Dachboden über meinen alten Amiga 500 gestolpert. Mit ihm hatte ich während meiner Schulzeit unheimlich viel Spaß. Hinzu kam, dass ich in einer c’t einen Artikel über RetroPie gelesen habe. 

Warum RetroPie

Ich hätte den Amiga natürlich reaktivieren können. Er ist aber riesig und sieht nicht mehr so schön aus. In mein Wohnzimmer hätte der vergilbte Klotz nicht so richtig reingepasst.

Ein Emulator auf dem PC wäre auch eine Möglichkeit, allerdings lassen sich originale Joysticks nur umständlich anschließen.

RetroPie läuft auf einem Raspberry Pi. Dieser ist schön klein, billig und lässt sich ohne Probleme an den HDMI-Eingang des Fernsehers anschließen. Die aktuelle Version 3 ist auch schnell genug, um den Amiga flüssig zu emulieren. RetroPie ist auf der Homepage gut dokumentiert.

Installation RetroPie

Das Image für den Raspberry Pi kann man auf der Seite von RetroPie herunterladen. Um das Image auf die SD-Karte zu schreiben benötigt man noch Win32 Disk Imager.

Win32DiskImager
Win32DiskImager

In Win32 Disk Imager wählt man das zu schreibende Image (das hat man ja gerade heruntergeladen) und den Laufwerksbuchstaben der SD-Karte aus. Anschließend klickt man auf schreiben. Ein paar Minuten später ist der Vorgang abgeschlossen und man kann die Karte in den Raspberry Pi stecken.

RetroPie Welcome-Bildschirm
Welcome-Bildschirm

Für die ersten Schritte benötigt man einen Fernseher / Monitor, Tastatur, Maus und ein Netzteil. Wenn man alles mit dem Raspberry Pi verbunden hat, startet er und zeigt seinen Willkommen-Bildschirm. Man wird aufgefordert ein Gerät zu konfigurieren. Das ist wichtig, damit man RetroPie später bedienen kann.

RetroPie Controller Konfiguration
Controller Konfiguration

Um die Tastatur zu konfigurieren muss man eine beliebige Taste auf der Tastatur drücken. Anschließend startet das Konfigurationsprogramm. Hier werden die einzelnen Funktionen abgefragt und sobald man eine Taste drückt, wird sie belegt. Bei der Tastatur sind nicht alle Funktionen sinnvoll. Nicht benötigte kann man überspringen, indem man eine Taste lange drückt.

Ich habe folgende Funktionen / Tasten belegt:

  • D-Pad: Cursor Tasten
  • Start: S
  • Select: M
  • A: Leertaste
  • B: Escape
  • Hotkey: H
RetroPie Startmenu
RetroPie: Startmenu

Anschließend wird das Startmenü angezeigt. Mit A (Leertaste) kann man die Konfiguration (RetroPie Menü) starten.

RetroPie Menü
RetroPie Menü

Das ist die zentrale Stelle um Einstellungen in RetroPie zu machen. Der erste Weg führt in die Raspi-Config.

RetroPie raspi-config
Die Raspi-Config

Als erstes sollte das Tastaturlayout auf Deutsch umgestellt werden. Das geht bei „Localisation Options“. Anschließend kann man die Raspi-Config wieder schließen.

Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, um ein Update durchzuführen. Hierfür ist das RetroPie Setup zuständig. Dies lässt sich auch über das RetroPie Menü starten.

RetroPie Setup
RetroPie Setup

Man wählt hier „Update“ aus und beantwortet anschließend alle Fragen mit „Ja“. Der Vorgang kann einige Zeit dauern.

Amiga Emulator uae4arm installieren

Um auf RetroPie Amiga Programme ausführen zu können, muss ein Emulator installiert werden. Ich habe mich für uae4arm entschieden, da er von den RetroPie Entwicklern empfohlen wird. Auch das geht mit dem RetroPie Setup.

RetroPie uae4arm
RetroPie: uae4arm

Über „Manage packages“ -> „Manage optional packages“ kann man uae4arm auswählen.

RetroPie uae4arm installieren
RetroPie: uae4arm installieren

Ein Klick auf „Install from binary“ installiert uae4arm.

GPIO DB9 Treiber installieren

Natürlich möchte ich meine alten Joysticks verwenden. Die lassen sich nicht ohne weiteres mit dem Raspberry Pi verbinden. Sie haben einen speziellen Anschluss (DB9). Es gibt Adapter von DB9 auf USB. Die sind aber nicht gerade billig und auch etwas sperrig.

In der sehr guten Dokumentation habe ich einen anderen Weg gefunden. Man kann den Joystick direkt mit den GPIO Pins des Raspberry Pi verbinden.

RetroPie Gamecon driver
RetroPie: Gamecon driver

Es muss ein Treiber über das RetroPie Menü installiert werden. Dazu einfach wie beim Emulator „Manage Packages“ -> „Manage Driver Packages“ -> „gamecondriver“ auswählen und installieren.

Damit der Treiber auch geladen wird, muss man einige Dinge auf der Kommandozeile erledigen. Am einfachsten geht das über den File Manager (RetroPie Menü).

RetroPie GPIO DB9 Treiber laden
GPIO DB9 Treiber laden

Dort tippt man „sudo nano /etc/modules“ ein. Der Editor öffnet sich. und am Ende der Datei ergänzt man „db9_gpio_rpi“.

Ctrl-x beendet den Editor. Hier wird man auch gefragt, ob man die Datei speichern will.

Jetzt wird der Treiber bei jedem Start geladen.

RetroPie GPIO DB9 Treiber konfigurieren
GPIO DB9 Treiber konfigurieren

Der Treiber muss noch wissen, welcher Joystick angeschlossen werden soll. In meinem Fall ist das der DB9-Joystick.

Dazu im File Manager „sudo nano /etc/modprobe.d/db9.conf“ eintippen. In die Datei wird „options db9_gpio_rpi map=1,1“ eingefügt.

RetroPie neu starten
RetroPie neu starten

Jetzt wird es Zeit den Raspberry Pi neu zu starten. Hierzu öffnet man im Start Menü das Main Menü (Start: S). Über Quit kann neu gestartet werden.

Amiga Emulator konfigurieren

RetroPie Startmenu Amiga
RetroPie: Startmenu mit Amiga

Nach dem Neustart, wird man ein neues Menü entdecken.

RetroPie Amiga Menü
RetroPie: Amiga Menü

Wenn man dieses öffnet, findet man „Start uae4arm“.

RetroPie uae4arm Auflösung ändern
uae4arm: Auflösung ändern

Wenn man uae4arm startet, poppt ein Fenster auf. Hier muss man schnell a drücken.

RetroPie uae4arm Auflösung ändern Menü
uae4arm: Menü um Auflösung zu ändern

Bei „Select default video mode for uae4arm“ wählt man „1280×720 @ 50Hz“ und anschließend „Launch“. Dadurch wird der Emulator in einer vernünftigen Auflösung dargestellt.

RetroPie uae4arm Setup
uae4arm Setup

Bei der Konfiguration für den Emulator kann man verschiedene Einstellungen vornehmen. Da sollte man erstmal nichts verstellen. Das passt ganz gut.

RetroPie uae4arm Setup Joystick
uae4arm Joystick Setup

Bei Input sollte dann auch für Port 1 der Multisystem Joystick auftauchen. Wenn nicht ist etwas bei der Installation / Konfiguration des Joysticktreibers schief gegangen.

Windows Explorer
Netzwerk im Windows Explorer: RetroPie

Abschließend fehlen noch die Spiele und das Kickstart-ROM. Diese müssen auf den Raspberry Pi kopieren werden. Im Windows Explorer eures PCs taucht unter Netzwerk eine neue Freigabe „RETROPIE“ auf, wenn Ihr den Raspberry Pi mit Eurem Netzwerk verbindet.

Ein wichtiger Teil des Amigas fehlt dem Emulator. Es ist das Kickstart-ROM, das Grundbetriebssystem. Der Amiga 500 verwendet beispielsweise die Version 1.3 rev 34.5. Die Datei wird in den Ordner \\RETROPIE\bios kopiert. Der Name muss kick13.rom lauten. So findet und verwendet der Emulator das ROM.

Die Spiele werden als ADF-Dateien nach \\RETROPIE\roms\amiga kopiert. Wenn ein Spiel mehrere Disketten hat, lassen sich die ADFs auch zu einem ZIP packen. Der Emulator kann auch mit diesen ZIPs umgehen.

Damit man die Spiele im Amiga Menü sieht, muss der Raspberry Pi neu gestartet werden.

Competition Pro Joystick reparieren

Der Competition Pro war in den 90ern einer der besten Joysticks, die man für Geld kaufen konnte. Meine beiden lagen über Jahre auf dem Dachboden und sind inzwischen 25-30 Jahre alt. Natürlich haben sie nicht mehr richtig funktioniert. Es gab Kontaktprobleme und bei einem hat eine Feuertaste nicht mehr richtig funktioniert.

Competition Pro defekter Schalter
Competition Pro: defekter Schalter

Hier sieht man schön den lahmen Feuerknopf. Damit kann man nicht vernünftig spielen.

Competition Pro fehlender Schalter
Competition Pro: fehlender Schalter

Auf der Unterseite gibt es vier Schrauben. Diese halten den Joystick zusammen. Nach dem Öffnen sieht man, dass der Schalter komplett fehlt. Den habe ich wohl mal ausgebaut.

Competition Pro Microschalter
Competition Pro: Microschalter Ersatz

Der Competition Pro war auch so beliebt, weil er Standard Microschalter verwendet hat. Die werden immer noch hergestellt. Ich habe die bei Conrad gekauft. 

Competition Pro neuer Microschalter
Competition Pro mit neuem Microschalter

Sie passen ziemlich genau. An der einen oder anderen Stelle musste ich mit dem Cuttermesser nachhelfen. Die anderen Schalter lassen sich bei Bedarf auch austauschen.

Competition Pro repariert
Der Competition Pro ist repariert und einsatzbereit

Noch mal kurz mit dem Lappen drüber. Jetzt funktioniert der Joystick wieder.

Funktioniert der Competition Pro auch mit 3,3V?

Das nächste Problem ist die Versorgungsspannung des Joysticks. Der Amiga liefert 5V der Raspberry Pi nur 3,3V. 

Competition Pro Dauerfeuer 5V
Competition Pro: Dauerfeuer mit 5V Versorgungsspannung

Hier sieht man die Dauerfeuer-Funktion bei 5V Versorgungsspannung. Die Frequenz liegt bei 77Hz.

Competition Pro Dauerfeuer 3V
Competition Pro: Dauerfeuer mit 3V Versorgungsspannung

Bei 3V sieht das Ergebnis fast gleich aus. Die Frequenz hat sich kaum verändert und das Signal sieht auch gut aus.

Man kann den Competition Pro also auch mit 3,3V betreiben.

NESPi Gehäuse

Der Raspberry Pi soll in das NESPi Gehäuse von Retroflag eingebaut werden. Das Gehäuse ist eine Mini Version vom Nintendo Entertainment System. Es ist relativ groß und bietet Platz für zwei DB9 Joystickanschlüsse.

Verpackung NesPi Gehäuse
Verpackung NESPi Gehäuse

Das Gehäuse kommt in einer ansprechenden Verpackung. Es ist gut verarbeitet und der Kunststoff wirkt sehr hochwertig. Eine Tasche und eine gedruckte Anleitung gibt es auch dazu.

Anschlüsse und Schalter für "Safe Shutdown"
Anschlüsse und Schalter für „Safe Shutdown“

Nachdem der Raspberry Pi eingebaut wurde, gibt es noch drei Sachen zu tun. Als erstes wird der Stecker mit dem Anschluss vom Raspberry Pi verbunden. Dann wird der Schalter (roter Kreis) auf ON gestellt.

Als letztes muss noch das Skript für den „Safe Shutdown“ installiert werden. Hierzu gibt man „wget -O – „https://raw.githubusercontent.com/RetroFlag/retroflag-picase/master/install.sh“ | sudo bash“ ein. Nach einem Neustart, funktionieren die Tasten (Power / Reset) am Gehäuse.

Leider gibt es jetzt einen Konflikt. Die Joysticks und das NESPi Gehäuse verwenden die gleichen GPIO-Pins. Aus diesem Grund, muss man eine Änderung am Safe Shutdown Skript und an der Verdrahtung des Gehäuses machen.

Anpassung Safe Shutdown Skript
Anpassung Safe Shutdown Skript

Das Script kann man mit „sudo nano  /opt/RetroFlag/SafeShutdown.py“ anpassen. Folgende Anpassungen habe ich gemacht:

SafeShutdown.pyWert altWert neu
powerPin35
resetPin26
ledPin1425
PowerenPin412
Neue Belegung der Anschlüsse
Neue Belegung der Anschlüsse

Natürlich müssen jetzt die Kabel auch neu sortiert werden. Dazu habe ich mir ein Pinheader Leergehäuse mit 32 Pins besorgt. Folgende Änderungen habe ich gemacht:

Farbe des KabelsRaspi Pin altRaspi Pin neu
rot22
schwarz/rot66
gelb529
orange331
weiß822
grün732

GPIO nach DB9 Adapter

Um den original Competition Pro mir dem Raspberry Pi zu verbinden, wird ein Adapter benötigt. Die Pinbelegung findet man in der Dokumentation.

GPIO Kabel
GPIO Kabel

Diese Kabel für die D-SUB Stiftleisten werden mit dem Anschluss des Raspberry Pi verbunden:

Joystick 1

Raspi PinDB9 Pin
Hoch71
Runter262
Links243
Rechts214
Feuer196
3,3V177
Masse208

Joystick 2

Raspi PinDB9 Pin
Hoch101
Runter112
Links123
Rechts154
Feuer166
3,3V17
Masse98

Die Länger der Kabel sollte nicht zu lang gewählt werden, um das Chaos im Gehäuse nicht zu groß werden zu lassen.

GPIO Kabel DB9 Joystick
GPIO Kabel für DB9 Joystick

Jetzt ist alle verbunden. An die beiden Buchsen werden später die DB9 Joysticks angeschlossen.

GPIO Kabel DB9 Joystick eingebaut
GPIO DB9 Kabel ist in das Gehäuse eingebaut

Nach beherztem Einsatz von Säge, Bohrmaschine und Feile wird das ganze in den Deckel des NESPi Gehäuses eingebaut. Es ist viel schöner als das von meinem Volumio und muss nicht versteckt zu werden.

Zusammenbauen und RetroPie spielen

Jetzt kommt der große Moment. Hardware und Software müssen zusammen spielen.

RetroPie alles zusammengebaut
Fertig zusammengebau

Der Amiga Emulator ist schön kompakt und sieht wie eine Retro Spielkonsole aus. Das Gehäuse ist sehr wertig und alle Anschlüsse liegen entweder vorne oder hinten. Die alten Spiele haben ihren Reiz nicht verloren.

Als weiteres Raspberry Pi Projekt habe ich einen Musikplayer und ein Pi-hole gebaut.

23 Kommentare

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Das ist genau die Beschreibung wonach ich gesucht habe.
Ich habe Amibian in der letzten Version zusammen mit Vice und Scumm auf einem RPI2B+ laufen.Ich bin da auch immer noch Amiga-Anfänger obwohl ich seit Jahren ein paar A500,A500+ und einen A1200 „rumliegen“ habe.Genauso versteh ich auch dieses WHDLoad nicht wie das funktioniert.Mir wäre es ja recht wenn man den RPi anschmeißt,die 1.3 oder 3.1er WB startet oder ein Menü erscheint und ich braucht einfach nur auswählen was der „Amiga“ laden soll.Ähnlich wie mit Retropie oder Recalbox (letztes habe ich selber nicht).Wäre für den 64er auch attraktiv.Scumm hat ja sowas ähnliches.Mit einem RPi3 (als Retropie) boote ich immer von SSD und emulier damit meine 5 Konsolen (SNES,PS1,SMD,SMS,PCE).Dank Deines DB9-Adapters habe ich auf der verlinkten,offiziellen Retropie-Homepage auch alle nötigen Informationen zum Genesis/MegaDrive-Controller gefunden.Zuerst mal den Competition gängig machen und dann den Sega1650 oder MK1653 wieder startklar restaurieren.
Erstklassiger Artikel.Danke dafür

Hallo Ale,

vielen Dank für Deinen Kommentar. Amibian habe ich mir auch zuerst angesehen. In der c’t habe ich aber dann einen Artikel über Retropie gelesen. Der hat mich überzeugt, mich mit dem Thema genauer auseinander zu setzen. Was mich letztendlich gekriegt hat, war die gute Doku auf der Retropie Seite und die Möglichkeit andere Systeme zu emulieren. Der C64 geht übrigens auch mit Retropie ;)

Grüße
Norman

Hallo Norman,
mein Amibian läuft auch mit uae4arm (statt Amiberry).Ich möchte die „Homecomputer“ nicht auf Retropie haben.Meine Kleine soll da nur auf die Konsolen spielen und ich habe es so eingerichtet das beim Starten eines Spiels keine „einfache“ Möglichkeit besteht um im System rumzufummeln.Es wird nur ein Bild gezeigt und nicht das übliche „Press a Button for Menu“.Vielleicht kapier ich das Thema Amiga/WHDLoad irgendwann wenn ich viel Ruhe und viel Zeit habe.
Gruß,Ale

Hallo Ale,

ich habe mir gerade mal den Artikel zu WHDLoad bei Wikipedia durchgelesen. Interessante Sache.
Wenn ich das richtig verstanden habe, kann man damit Disketten Images auf Festplatte speichern und direkt starten. Das wird dazu verwendet, um Hardware-Inkompatibilitäten zu beseitigen. Es ist also für UAE nur interessant, wenn Du dort mit einem Festplatten Image arbeiten willst und die Spiele dort integrieren möchtest. Bei Retropie kannst Du jedem Spiel (Disketten Image) eine eigene UAE Konfiguration zuweisen. Dort ist WHDLoad also nicht notwendig.

Ja, über die Geschichte mit eigene UAE-Configs für jedes Spiel hatte ich auch nachgedacht.Auch wenn mir noch nicht zu 100% die Sache schlüssig ist.Wenn ich manche Videos auf dem bekannten „Streamer“ anschau, sieht das immer so toll aus mit WHDLoad.Keine WB,keine Wartereien.Fast als wenn ich eine Konsole mit Modul starte.Doch dann kommt für mich die Frage auf wie ich das mit Spielen mach, welche mehr als eine Diskette haben. Zum Beispiel die tolle Ölförder-Simulation(!) oder dieses super Point&Klick-Spiel mit den Außerirdischen vom Mars. Die mit den Gucklöchern in ihren Hüten.So wie es aussieht sind meine minimalen Amiga-Kenntnisse einfach nicht ausreichend zur Beantwortung meiner Fragen.Da muß ich mich wohl doch noch mehr in Retropie und Amiga einlesen um es vielleicht zu schaffen.
Danke für Deinen Hinweis

Uae4arm kann übrigens auch mit ZIP-Dateien umgehen. Wenn also ein Spiel mehrere ADFs hat, packst Du die in ein ZIP und nennst es beispielsweise „Außerirdische vom Mars.zip“. Das kopierst Du in das ADF-Verzeichnis. Bei Retropie erscheint es dann unter „Außerirdische vom Mars“. In der Auswahl der Disketten in uae4arm erscheinen auch nur die ADFs des jeweiligen Spiels. So lässt sich die Übersicht bewahren.

Wenn ich das mit dem WHDLoad richtig verstanden habe, wird die komplette Workbench zwischengespeichert, aus dem Arbeitsspeicher entfernt und anschließend das Spiel exklusiv auf der Hardware gestartet (mit den individuellen Anpassungen von WHDLoad). Wenn Du das Spiel beendest, wird die Workbench wiederhergestellt und läuft ab der gespeicherten Stelle weiter.

Hallo, sensationelle Anleitung, herzlichen Dank dafür. Nach unserem Urlaub plane ich es genauso nachzubauen. Daher meine bescheidene Frage: Würdest Du mittlerweile auf einen Raspberry 4 wechseln oder wieder 3 nehmen? Kann ich als Laie einen ComPro per USB anschließen und installieren oder gibts da möglicherweise Schwierigkeiten? Per HDMI Kabel kann ich denn den Raspeln an einen TV anschliessen? Herzlichen Dank für ein kurzes Feedback….

Hallo Martin,

vielen Dank für Deinen Kommentar.
Das von mir verwendete Retroflag Gehäuse gibt es nur für den Raspberry Pi3. Wenn Du es nicht verwenden möchtest, kannst Du auch den 4er nehmen. Von der Rechenleistung für den Amiga Emulator ist der Pi3 aber vollkommen ausreichend.
Es gibt Adapter mit denen man einen Competition Pro an den USB Port anschließen kann. Damit habe ich allerdings keine Erfahrung. Aber im Prinzip funktioniert der Joystick dann wie eine Tastatur. Im Emulator musst du dann das Mapping einstellen.
Die Verbindung zum Fernseher läuft dann über HDMI, wobei der Raspberry Pi4 einen Micro-HDMI Anschluss hat. Hier benötigt Du also ein spezielles Kabel.

Grüße
Norman

Ich glaub WHDLoad ist da zuviel des Guten.Für die etwa 20-30 Spiele lass ich das bei den ADF’s im ZIP.Das klingt am Besten für mich.Noch eine wichtige Frage bezüglich des Joystick-Adapter.
Wenn mich mein Englisch nicht ganz verlassen hat und ich das einigermaßen richtig versteh, dann ist die GPIO-Belegung bei bei den 2B+/3B+ – Platinen etwas anders.Man zählt doch von links nach rechts vom 1.Pin aus.Da wäre Pin 7 doch der 4. von oben auf der linken Seite wenn ich den RPi3+ auf meine Hand lege und die USB/LAN-Anschlüße zu meinem Handgelenk zeigen?

Eine Verständnisfrage zum Joystick-Adapter ist grad aufgekommen.
Überall wo ich guck liegt 3,3V auf GPIO 1 und 17.Bei dem Adapter nutzt Du auf Joystick-Port 2 jedoch GPIO 13.Wo mach ich den Denkfehler?Danke für eine Auskunft

Hallo Ale,

Du hast vollkommen recht. Ich habe hier verschiedene Dinge zusammenkopiert und auch noch einen Fehler gemacht. Ich habe die Tabelle angepasst und nochmal mit meinem Adapter verglichen. Jetzt sollte es passen.
Danke für den Hinweis.

Grüße
Norman

Vielen Dank für diese tolle Zusammenstellung. Ich bin sehr froh, dass ich deine Seite gefunden habe. Interessanterweise ist mir mit Mitte 40 das Herausfinden und Zumlaufenbringen wichtiger als das anschließende Spielen. Als Kind war das damals noch anders ;-)

Hallo. Ich hab“fast“ alles so gemacht wie beschrieben. Habe bemerkt dass ich beim“RetroPie: uae4arm installieren“ anstatt „Install from binary“ „Install from source“ gedrückt habe. Schlimm?
Jetzt nachdem ich die 3000 Amiga Spiele drauf installiert habe kommt das gleiche Kästchen wie bei Ihnen „uae4arm: Auflösung ändern“
wo oben jetzt steht. „Launching… (das Spiel) und ab da geht nichts weiter. Komme dann immer wieder auf die 3000 Spiele zurück. Haben Sie oder jemand eine Ahnung woran das liegt?
Danke im voraus

Hallo Enrico,

„Install from binary“ oder „Install from source“ sollte egal sein. Wenn Du Dir nicht sicher bist, kannst Du den UAE nochmal deinstallieren und wieder installieren.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, startet der Retropie. Anschließend kannst Du den Amiga auswählen und siehst die 3000 Spiele. Wenn Du jetzt eins anwählst, kommt das Fenster wegen der Auflösung (press a…). Wenn Du hier nichts machst, passiert nichts mehr.
Startet denn der Emulator (Start uae4arm)? Hast Du da Sachen verstellt?
Hast Du ein Kickstart-ROM aufgespielt? Ich sehe gerade, dass es in meiner Anleitung fehlt. Ich muss das die Tage machen.

Grüße
Norman

Hallo habe eine Frage bei Amiga spielen bei manchen spielen laufen die zu schnell oder stürzen ab kann man da was in den Einstellungen ändern ? bei Retropie !

Hallo Kurth,

wenn die Spiele zu schnell laufen, liegt es eventuell an einer falschen Einstellung. Bei der Konfiguration für den Emulator kannst du bei „CPU and FPU“ einstellen, welche Hardware emuliert werden soll. Hier am besten den Amiga 500 wählen.
Warum ein Spiel abstürzt weiß ich leider nicht. Bei mir hat es manchmal geholfen, ein anderes adf zu verwenden.

Grüße Norman

Du kannst die Einstellungen speichern. Soweit ich weiß, geht das bei Configuration. Wenn du es bei „Start uae4arm“ machst, gilt es für alle Spiele. Hier kannst du auch die Konfiguration für den Amiga 500 laden. Sie ist die am meisten kompatible.

Hallo Kurth,

hast Du den Raspberry PI per Kabel angeschlossen?
Um die Daten auf den Retropie zu bekommen gibt es auch einen anderen Weg. Den habe ich aber noch nicht ausprobiert. Du brauchst einen USB Stick mit einem Ordner „retropie“. Dieser Ordner muss leer sein. Wenn Du den einsteckst und den Retropie startest, werden dann leere ROM-Ordner erzeugt. Hier kopierst Du dann am PC die entsprechenden Dateien hinein. Wenn Du den Stick dann wieder in den Raspberry PI einsteckst, werden die Dateien übertragen.

Grüße Norman

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